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CaSa-Projekt in Kagera, Tansania

CaSa-Projekt in Kagera, Tansania

In der Region Kagera im Nordwesten Tansanias, in der die Menschen zum großen Teil von der Subsistenzlandwirtschaft leben, werden aus Mangel an einer angemessenen sanitären Versorgung menschliche Exkremente entweder unkontrolliert in der Landschaft verteilt oder in Latrinen in der Erde deponiert. Beides führt zu starker Verschmutzung des Grundwassers. Diese Verunreinigung ist die Ursache für viele gefährliche und sogar lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen.

Trenntoiletten sowie eine Kleinst-Biogasanlage verbessern die sanitären Bedingungen und produzieren Dünger für die Böden

Im Rahmen des Forschungsprojektes von Ingenieure ohne Grenzen ist die Idee entwickelt worden, menschliche Ausscheidungen durch Trenntoiletten zu sammeln und diese zu carbonisieren (zu Kohle wandeln) bzw. zu hygienisieren. Die für den Prozess notwendige Energie liefert Biogas aus Ernteresten und Küchenabfällen aus einer Kleinst-Biogasanlage. Dieses ganzheitliche Konzept verbessert zum Einen die sanitären Bedingungen vor Ort maßgeblich, zum Anderen wirkt es sich positiv auf die Bodenfruchtbarkeit aus, indem die carbonisierten Reste in den Boden eingebracht werden und somit der Humusgehalt gesteigert wird. Nach einer Forschungsphase in Tansania und in Deutschland ist die tatsächliche Implementierung für 2012/2013 geplant.

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